VISION:TANZ 2020

TANZ UND DIGITALE MEDIEN
15. Februar 2020, 10:30 – 18:30 Uhr, Dortmund

Im Fokus unseres jährlichen Fachtags steht der künstlerische und fachliche Austausch von Akteur*innen der Tanzvermittlung. Zentrales Thema ist in diesem Jahr „Tanz und digitale Medien“ mit der Dozentin Anna-Carolin Weber. Welche Relevanz haben digitale Medien für den Tanzunterricht? Wie können mit dem Einsatz von Medien andere Wahrnehmungs- und Bewegungsräume geschaffen werden? In Theorie und Praxis werden die Einsatzmöglichkeiten von digitalen Medien vorgestellt, um neue kreative Möglichkeiten zu diskutieren und anzuwenden.

Die Theorie: Medien, Arbeitsweisen & Ästhetiken
Das Themenfeld Tanz & digitale Medien steht im Zentrum des Vortrags. Zunächst werden kurz grundlegende Begriffe erläutert und theoretische Bezüge hergestellt, um anhand historischer und zeitgenössischer Beispiele unterschiedliche Konzepte und Arbeitsweisen zum Einsatz (digitaler) Medien in Tanzprojekten anschaulich darzustellen. Im Anschluss erfolgt ein Austausch mit den Teilnehmenden bzgl. eigener Arbeitsweisen und deren Verortung im Themenfeld Tanz und Digitalisierung.

Die Praxis: Digital Media Moves – Medienpraxis in Tanzprojekten
Im Rahmen des anwendungsorientierten Bewegungsworkshops werden die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von digitalen Medien in Tanzprojekten gemeinsam, praktisch und in Bewegung exemplarisch erprobt. Drei Schwerpunkte bilden dabei die Bereiche digitale Medien in der (künstlerischen) Tanzvermittlung, digitale Medien als gestalterische Kompositionsmittel und digitale Medien als Dokumentationsmittel in Tanzprojekten.

Anna-Carolin Weber forscht, lehrt und inszeniert als Tanzwissenschaftlerin und Choreografin im Spannungsfeld von Medien und Performativen Künsten an der Schnittstelle zur tänzerischen Praxis. Die Auseinandersetzung von Tanz und digitalen Medien (Fotografie, Video, Virtual Reality) bildet dabei ihren Interessen- und Arbeitsschwerpunkt.
Als Tanzschaffende zeigt sie seit 2008 regelmäßig eigene choreografische, spartenübergreifende Arbeiten, arbeitet als Dramaturgin und in der Beratung von Tanz- und Performance Projekten mit unterschiedlichsten Zielgruppen und unterrichtet seit mehr als zehn Jahren an Universitäten, Kunsthochschulen und in der freien Tanz- und Theaterszene NRWs. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt RUB arts & culture international (inSTUDIES) an der Ruhr-Universität Bochum.

Zielgruppe: Tanzvermittler*innen und -pädagoginnen, Choreograf*innen, Multiplikator*innen

Ort: MUK, Güntherstr. 65,44143 Dortmund

Gebühr: 45 € regulär  //  35 € für Schüler*innen, Studierende, Empfänger*innen von Hilfeleistungen und Mitglieder der LAG Tanz NRW (inklusive Getränke und Mittagessen)

ANMELDEFORMULAR


VISION:TANZ 2019

TANZ IM URBANEN RAUM
16. Februar 2019, 10:30 – 18:30 Uhr, Dortmund

Im Fokus des 4. Fachtages Vision:Tanz steht der künstlerische und fachliche Austausch von Akteur*innen der Tanzvermittlung.  Zentrales Thema ist in diesem Jahr Tanz und Choreographie im  urbanen öffentlichen Raum: ein Ort des Begegnens, des Austausches, des Widerspruchs, der Spannungsverhältnisse zwischen gesellschaftlichen Ansprüchen und ökonomischen Interessen – als Standortfaktor, Identitätsraum, politischer Raum, Aufenthaltsraum, Erlebnisraum, Ruhe- und Rückzugsraum, Verkaufsraum, Schauraum, Verwertungsraum. Ein Ort der geschriebenen und ungeschrieben (-gelesenen?!) Gesetze. Wie tanzen wir an so einem Ort? Ziel des Fachtags ist es, mit performativen Mitteln dieser Fragestellung jenseits des Theaterraums, also vor Ort nachzugehen und (neu) zu verhandeln.

Theorie und Praxis: zeitgenössischer Tanz im urbanen Raum

Im ersten Teil bieten Einblicke in Projektdokumentationen die Grundlage für eine theoretische Auseinandersetzung mit Tanz im urbanen Raum. Worin unterscheiden sich choreographische Arbeiten im öffentlichen Raum von Arbeiten im Theaterraum?

Der zweite Teil widmet sich der Praxis: In Kleingruppen gehen wir unterschiedlichen Fragestellungen nach, die sich aus der gemeinsamen Diskussion entwickelt haben. Durch Beobachtungen und sinnliche Erfahrungen im urbanen Raum suchen wir Wege subjektive Eindrücke zu sortieren und körperlich experimentell in Bewegungen zu transferieren. Ergebnisse und Erlebnisse der Feldforschungen werden abschließend gemeinsam reflektiert und diskutiert.

Sonia Franken arbeitet als Tanzvermittlerin und -wissenschaftlerin, Choreografin und Performerin. Sie ist Mitbegründerin des Performance Kollektivs Bauchladen Monopol, dessen Arbeiten sich auf der Schnittstelle von Praxis und Theorie der szenischen Künste und Choreografie bewegen. Das Kollektiv verhandelt vor Ort, mit performativen Mitteln Fragestellungen und Zeitgenössische Diskurse zu Stadt als öffentlichen Raum. Seit 2015 arbeitet sie im El Cuco Projekt gemeinsam mit dem Bildenden Künstler Gonzalo Barahona an Performances mit Tier/Mensch Mischwesen. Zentral stehen Absurditäten des Alltags, die das widersprüchliche Selbstbildnis des Menschen im Verhältnis zur Natur offenlegen.

Sonia Franken ist in zahlreichen Tanzvermittlungsprojekten in allen weiterführenden Schulformen aktiv, u.a. 2006 – 2011 in den Response Jugendprojekten der Kölner Philharmonie (Auszeichnung Kinder zum Olymp, 2007), seit 2010 vorwiegend im Tandem mit Marcelo Omine. Sie arbeitet für den Bundesverband Tanz in Schule e.V. und Tanzvermittlung NRW in der fachlichen Begleitung. Sonia Franken absolvierte ihre Studien in Rotterdam an der Tanzakademie (Codarts) mit den Schwerpunkten Improvisation und Komposition sowie Tanzwissenschaften in Köln an der Hochschule für Musik und Tanz (ZZT). www.choreographie.org

Zielgruppe: Tanzvermittler*innen und -pädagoginnen, Choreograf*innen, Multiplikator*innen

Ort: MUK, Güntherstr. 65,44143 Dortmund

Gebühr: 45 € regulär (inklusive Mittagessen)
35 € für Schüler*innen, Studierende, Empfänger*innen von Hilfeleistungen und Mitglieder der LAG Tanz NRW