LADIES DANCE GOES NRW!

Urban Dance Workshops for Women by Women

LADIES DANCE GOES NRW! ist eine Veranstaltungsreihe der LAG Tanz NRW in Kooperation mit LADIES DANCE, das alle Mädchen und Frauen in NRW zum urbanen Tanz auffordert!

16.11.2015 Aachen
25.01.2015 Köln
15.02.2015 Dortmund
22.03.2015 Münster
10.05.2015 Duisburg

Urbane Tänze, unter ihnen die wohl bekanntesten Tanzstile Breakdance und Hip Hop Freestyle, ebenso Popping, Boogaloo, Locking oder Housedance werden auf öffentlichen Tanzbattleveranstaltungen häufig von Männern präsentiert. Dennoch kann der urbane Tanz nicht als Männerdomäne verstanden werden. Mittlerweile gibt es immer mehr urbane Tänzerinnen, die sich diesen Stilen widmen, sich in Ihnen weiterentwickeln und beweisen. LADIES DANCE ist eine Initiative, die genau diese Entwicklung fördert. LADIES DANCE stellt ein urbanes Lehr- und Lernprogramm vor, welches Basistechnik, Terminologie, musikalischen Bezug und Anwendung von urbanen Tanzformen speziell für Tanzanfängerinnen entwickelt hat. LADIES DANCE erleichtert somit den Zugang zu diesen energiegeladenen Tanzformen und spricht gezielt alle Mädchen und Frauen an, die mehrere urbane Stile kennenlernen möchten. An den Workshoptagen werden ausgewählte Dozentinnen eingeladen, die ihr Wissen, ihre Kompetenz und ihre Erfahrung unter den Leitgedanken „women for women“ stellen.

2006 von Daniela Rodriguez Romero ins Leben gerufen haben die Workshoptage, die in Form von 60 minütigen Try Outs angeboten werden, bereits viele Teilnehmerinnen für urbane Tanzstile begeistern können.

Gebühren pro Workshop 10,- €, alle sechs Workshops 30 €

PROGRAMME

Dortmund: 

9:30 Uhr  Aufwärmen
10 Uhr   Hip Hop – Dany Mba
11 Uhr   House – Mailin
12 Uhr   Whaacking – Yeliz Pazar
13 Uhr  PAUSE
14 Uhr   Ragga Dancehall – Chanell
15 Uhr   Locking – Daniela Rodriguez
16 Uhr   Breakdance – B-Girl Frost

Münster:

9:30 Uhr  Aufwärmen
10 Uhr   Hip Hop – Dany Mba
11 Uhr   House – Mailin
12 Uhr  Vogueing – Zoe Melody
13 Uhr  PAUSE
14 Uhr   Ragga Dancehall – Chanell
15 Uhr   Locking – Daniela Rodriguez
16 Uhr  Breakdance – B-Girl Frost

 Duisburg:

9:30 Uhr  Aufwärmen
10 Uhr   Hip Hop – Dany Mba
11 Uhr   House – Mailin
12 Uhr  Whaacking – Yeliz Pazar
13 Uhr  PAUSE
14 Uhr   Vogueing – Zoe Melody
15 Uhr   Popping – Cleopatra
16 Uhr   Locking – Daniela Rodriguez

Aktuelle Postings auf der facebook-Seite:  www.facebook.com/ladiesdancecologne

FLYER und ANMELDUNGEN:

Download Flyer LADIES DANCE GOES NRW! Seite 1
Download Flyer LADIES DANCE GOES NRW! Seite 2
Download Anmeldeformular NRW 

Das PDF-Anmeldeformular kann direkt ausgefüllt werden. Bitte downloaden, abspeichern, ausfüllen und mailen an: ladiesdance@lag-tanz-nrw.de.

Info und Hilfe: 0231 – 189 133 73 (mittwochs und donnerstags 10-17 Uhr)

LADIES DANCE _ DIE WORKSHOPS

HIP HOP Freestyle

Ende der 80er Jahre wurden sogenannte Social Dances aus der Clubtanzszene sehr   populär und erhielten weltweite Aufmerksamkeit durch die mediale Verbreitung von Videoclips und Filmen, in denen jene Tanzformen für Begeisterung sorgten. Die treibende Kraft in der Weiterentwicklung dieser Tanzart ging von der Tanzszene aus der Ostküste in den 90er Jahren aus. Es sind einfache Tanzformen wie u.a. der Running Man, der Steve Martin, der Bart Simpson, der Prep, der Robocop oder der Cabbage Patch, die im weiteren Verlauf einer Fusion von Techniken aus anderen Tanzarten wie Popping, Waving, B-Boying, Locking oder Boogaloo unterlagen. Diese Fusion und die einhergehende Entwicklung von produzierter Hip Hop Musik machte diese Tanzform sehr populär und reizvoll für viele Tänzer und Tänzerinnen. Heutzutage ist diese Tanzart unter dem Namen Hip Hop Freestyle zu verstehen.

LOCKING

Der Tanzstil Locking bezieht sich in seiner Entstehungsweise auf die Funkmusik Ende   der 60er bis Mitte der 70er Jahre. Dazu haben die damaligen Social Dances der afroamerikanischen Community in dieser Region – der Mashed Patatoe, Funky Broadway, der Boogaloo, der Breakdown oder der Funky Chicken – um nur Einige zu nennen einen grossen Einfluss in diese Tanzart. Funk, welcher als Oberbegriff für eine Spielart ursprünglich afroamerikanischer Musik, die sich Ende der 1960er Jahre aus verschiedenen Einflüssen des Soul, Rhythm and Blues und Jazz entwickelt hat – und wiederum Musikstile wie Disco, Hip Hop und Rock stark beeinflusst hat, steht für Beatmusik, in dem alle Instrumente rhythmisch   eingesetzt werden. James Brown gilt mit seiner Band den JBs als Begründer dieses Musikgenres. Locking erhielt weltweite Bekanntheit durch die Original Lockers, welche im afroamerikanischen TV Formats Soul Train regelmäßig performten.    Locking besteht aus improvisierten Bewegungen wie den Points, Wrist Rolls oder Claps. Die signifikanten Bewegungsformen wie der Scooby Doo, der Skeeter    Rabbit oder der Stop & Go zählen zur Grundlagentechnik in dieser Tanzart.

HOUSEDANCE

Die elektronische Musikrichtung House verbreitete sich nach Ende der Discoära an        zunächst an der Ostküste der USA und hat ihren Ursprung in Chicago in den Achzigern. Wie in anderen Musikgenres, so gibt es auch in der Housemusik verschiedene Ausprägungen u.a. den deep house, chicago house, progressive house oder den acid house. Housedance ist ein Hybrid aus den verschiedensten Tanzformen:   Er weisst Bewegungen aus dem Tapdance, Capoeira, Salsa, Lofting oder Webo auf, um nur einige zu nennen. Im Housedance geht es um 3   grundlegende Bereiche: Footwork, Jacking und Lofting. Die signifikanten Bewegungen sind der Train, der Farmer, Loose Legs, oder der Dolphin Dive.

VOGUEING

Vogueing ist eine Tanzart, welche ihre Inspiration und Namen von dem Modemagazin    Vogue und dessen Posen der dargestellten Fashionmodels abgleitet hat. Der Tanzstil hat seine Wurzeln in der der Ballroomszene der frühen 60er Jahre in Harlem, New York. Vor allem fand er seine meist latino- oder afromamerikanischen Anhänger in der homosexuellen Szene in Großstädten u.a. New York, Miami, Los Angeles oder   Philadelphia. Man unterscheidet zwischen dem Old way, New way und dem wieder neu aufgelebten Vogue femme, das bereits in den 60ern seine Wurzeln hat. Elemente sind der Catwalk, Duckwalk, Dips oder die Floor Performance um nur einige zu nennen.

WHAACKING

Die Wurzeln von Whaacking und dessen Kreation liegen in der homosexuellen Szene an der Westküste. Anfang der 70er sah man diesen Tanzstil erstmalig in den Clubs von Los Angeles. Den Namen Whaacking verdankt dieser Stil Tyron Protector und Jeffrey Daniels, zweier Soul Train Tänzer, die ihn im Jahr 1972 mit diesem Namen tauften. An der Entwicklung und Verbreitung waren mehrere spätere Soul Train Tänzer beteiligt. Whaacking stammt im Gegensatz zu Vogueing von der Westküste und wird zu Disko- und Funkmusik getanzt. Es zeigt zunächst Ähnlichkeit mit Locking auf ist jedoch von diesem zu unterscheiden.

BREAKDANCE (B-BOYING)

Die Hip Hop Kultur entstand in den 70er Jahren in New York und beinhaltet die vier grundlegenden Elemente, das Writing, das Mcing, das Djing und das B-Boying. Die Tänzer werden als B-Boys oder B-Girls bezeichnet. Zum B-Boying gehört das Top       Rock, Footwork, Power Moves und die Freezes. Inspiriert ist die Tanzart Breaking durch die von Djs gespielter Musik auf Parkjams oder Blockparties – die Funk- und Latinmusik der späten 60er Jahre und 70er Jahre.

POPPING und BOOGALOO

Boogaloo und Popping werden wie Locking an der Westküste lokalisiert. Boogaloo Sam gilt als Begründer dieser Stile. Die weltweite Verbreitung von Electric Boogaloo, der Fusion dieser beiden Stile, ist vor der späteren Ausprägung seiner Gruppe, den Electric Boogaloos zuzuschreiben, aber auch die erste Formation, die Electric Boogaloo Lockers traten bereits in den 70er Jahren im amerikanischen Fernsehen auf. Popping und Boogaloo sind technisch sehr versierte Tanzformen, daher ist viel Geduld und Passion gefordert um diese zu erlernen.

RAGGA DANCEHALL

Ragga wird als Synonym für Dancehall Reggae Musik benutzt und hat seinen Ursprung in der aus Jamaika stammenden Raggae Kultur. Dancehall wird im Gegensatz zu Raggae Musik durch einen Diskjockey gespielt, der plaudert, anstatt auf das „riddim“ zu singen. Außerdem spielt die Bezeichnung dancehall nicht nur auf das musikalische Genre oder auf den Schauplatz an – den sogenannten Tanzhallen der großstädtischen Bezirke wie Kingston, sondern vor allem auch auf den großartigen Entwurf einer gesamten Kultur – in der Musik, Tanz, Gemeinschaft und Politik zusammenfließen. Viele Tanzbewegungen, die heutzutage vermittelt werden, sind moderne Ausprägungen der originären Dancehall Tänze. So z.B der Wind your hips oder der Dutty Wine.