Pakt mit der Jugend: Sieben

Tanzprojekt mit inhaftierten Jugendlichen der Justizvollzuganstalt in Iserlohn

30 inhaftierte, männliche Jugendlichen und Heranwachsende im Alter von 14 bis 21 Jahren werden in 4 Wochen auf eine Aufführung vorbereitet, die in der JVA Iserlohn stattfinden wird.
Das Tanzprojekt „Sieben“ fordert die Inhaftierten auf, sich mit sieben verschiedenen Begriffen, wie Kraft, Stärke, Vertrauen, Toleranz, Liebe, Glaube, Freiheit, etc. auseinanderzusetzen und zu jedem eine kurze Choreographie zu entwickeln. Der Begriff Hoffnung ist dabei der Einzige, der vorgegeben wird, da das Stück mit dieser Begriffschoreografie beginnt und endet. Die inhaftierten Jugendlichen sollen eigene kreative Ansätze entwickeln, dies umzusetzen. Dabei sollen Fragen wie zum Beispiel: „Wozu reicht meine Kraft? Darf ich Schwäche zeigen? Wie frei kann ein Mensch sein?“ untersucht und umgesetzt werden. Die Herangehensweise an diese Thematiken ist keine intellektuelle, sondern vielmehr eine zur Reflexion anregende. Einblicke in innere Welten werden gegeben und veranschaulicht. Durch das Medium Tanz soll ein Wegweiser durch Grenzgebiete der Ich-Grenzen entstehen.

Ziel ist es, neben dem künstlerischen Prozess, den Jugendlichen aus 22 verschiedenen Herkunftsländern das Erlebnis einer Aufführung unter professionellen Bedingungen zu ermöglichen. Das Projekt richtet sich an inhaftierte Jugendliche, sowohl mit deutschem, als auch mit Migrationshintergrund, da Tanz ihnen eine Ausdrucksform zur Verfügung stellt, die sich außerhalb von sprachlichem Einsatz und gesellschaftlichen Diskriminierungen bewegt.